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Sehr empfehlenswerte Literatur - "Hundeerziehung verständlich gemacht" von Claude Hockenjos, ISBN-Nr. 978-3-275-01542-9
- "Die wichtigsten Regeln für heutige Hundehalter" - Herausgeber SKG, 2009
Es ist sinnnvoll, folgende Situationen mit dem Junghund zu üben, damit er später keine Angst vor diesen Dingen haben muss:
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Bus fahren |
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Bahn fahren |
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Lift |
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Sessellift (Bahnbetreiber vorher anfragen) |
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Gondelbahn |
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Luftseilbahn |
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Schiff |
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Gitterböden |
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Ort mit vielen Leuten (z. B. Einkaufscenter) |
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Schiessplatz |
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Kontakt mit Kinder und Jugendlichen, Senioren, Behinderten, Menschen mit anderer Hautfarbe |
Wichtig: reagiert der Hund nervös oder ängstlich, nicht auf ihn eingehen und „beruhigen“ – der Hund versteht das als Lob und somit als Bestärkung seiner Angst – er wird wieder Angst zeigen, weil er ja dann gelobt wird. Wenn er vor Angst blockiert, ihn mit Ablenkung aus Blockade locken, z. B. mit einer Übung, die er gut kann (Sitz), oder mit Spielen. Keinesfalls mit Gutzelis, das ist wieder eine Bestätigung für seine Angst.
Tipps zum Üben
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Konsequent gleiche Hör- und Sichtzeichen verwenden – ein (Hunde)-Leben lang! |
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Einmal ein Hörzeichen aussprechen und reagiert der Hund nicht: ihm helfen (z. B. bei Sitz). Kommt er beim Abrufen nicht beim ersten Mal: Nicht wieder rufen, sondern entweder verstecken, in Gegenrichtung laufen – ist dies alles nicht möglich dann zumindest Standort verändern (mind. 90°C) und noch einmal rufen – so kommt Hörzeichen aus anderer Richtung. |
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Motto: wir müssen uns interessanter machen als z. B. das Mausloch, in dem unser Hund seine Nase vergraben hat und deshalb nicht kommt. |
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Wichtig: nicht erwarten, dass der Junghund in einer Sekunde bei uns ist, ihm auch etwas Zeit geben. |
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Kommt der Hund erst nach X Versuchen – nicht ärgerlich reagieren, auch wenn das viel innere Überwindung braucht! Loben, dass er kommt! Sonst verknüpft der Hund: mein Chef ist nur verärgert, wenn ich komme, also komme ich beim nächsten Mal gar nicht mehr. DER HUND SOLL GERNE ZU UNS KOMMEN!!!! |
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Übung korrekt ausführen – IMMER! (Das gibt dem Hund Sicherheit und Vertrauen in uns und verbessert so die Bindung zwischen uns und unserem 4-beinigen Partner.) |
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Nicht verzweifeln: auch wenn unser 5 Monate alter Hund schön zu uns kam – in der Pubertät scheint er das alles vergessen zu haben. Ruhig und konsequent weiterüben wie gewohnt. |
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NIE üben, wenn wir gereizt oder knapp bei Zeit sind; unsere Stimmung überträgt sich auf den Hund, das Üben ist so zum Voraus zum Scheitern verurteilt. In solchen Situationen einfach „nur“ spazieren gehen, etwas spielen auf dem Spaziergang. |
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IMMER mit Erfolgserlebnis aufhören! |
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Mit dem Junghund nur kurze Übungssequenzen (1 - 2 Minuten) mehrmals am Tag einschalten. |
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Alle Übungen in den Alltag integrieren. |
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Nicht dauernd mit dem Hund „schwatzen“, nicht immer rufen wenn er frei läuft – der Hund soll lernen, sich an uns zu orientieren, ER soll den Kontakt zu uns suchen. Wenn wir immer mit ihm reden, ihn immer rufen, gewöhnt er sich daran, uns dauernd zu hören. Wenn wir ihm dann ein Hörzeichen rufen, wird er nicht gleich reagieren – er ist sich ja gewohnt, dass wir „schwatzen“. Durch häufiges Rufen weiss er auch immer wo wir sind, also muss er sich ja nicht an uns orientieren. Und weshalb soll er dann kommen – er weiss ja, wo wir sind! |
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Natur beim Spaziergang ausnützen: z. B. verstecken hinter einem Baum (wenn Hund dann uns findet, grosse Freude zeigen: Hund verknüpft dann: lässig, wenn ich zum Chef gehe, hat er Freude, also gehe ich gerne zum Chef), auf einen Baumstamm, Stein, etc. springen, drüber laufen, Sitz machen, etc. etc. |
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Pausen nicht vergessen – Beispiel: Sitz – Pause – Lob – Pause – weitergehen. So erhält der Hund Zeit, das Geschehene (= Gelernte) zu verknüpfen/verarbeiten. |
Tipps für einen angenehmen Umgang mit anderen Freizeitsportlern etc.
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Bei Reitern, Joggern, Velofahrern, Kleinkindern etc. den Hund zu sich rufen und unter Kontrolle behalten. |
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Springt der Hund doch mal z. B. einen Jogger an – sich ruhig und höflich entschuldigen! Keine Rechtfertigung, nichts – WIR hatten den Hund nicht in Kontrolle. Wir dürfen von den anderen Leuten NICHT erwarten, dass sie wissen, wie sie sich verhalten müssen wenn ein Hund kommt. |
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Nicht rufen „Keine Angst, er macht nichts“ – wenn jemand einmal ein schlechtes Erlebnis mit einem Hund hatte, nützt ihm das nicht – er hat Angst. Dies respektieren (= Hund abrufen). |
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Kommt uns ein Hundeführer mit angeleintem Hund entgegen leinen wir unseren Hund ebenfalls an. (Der andere Hund ist vielleicht verletzt, oder sonst krank, etc.) |
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Verschmutzt der Hund die Kleidung von jemandem, z. B. durch freudiges Anspringen, entschuldigen wir uns, bieten Geld für chem. Reinigung an (meistens lehnen die Leute es ja sowieso ab, aber wir haben korrekt reagiert, weil WIR ja unseren Hund nicht unter Kontrolle hatten). |
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Robidog nicht vergessen!! Niemand von uns freut sich, wenn er selber in ein Häufchen tritt. Sind wir z.B. in den Bergen auf einer Wanderung und möchten das gefüllte Säcklein nicht stundenlang mit uns tragen, wenigsten das Häufchen mit Steinen zudecken, sodass der nächste Wanderer nicht drauf tritt! |
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